Nach den Turbulenzen..

..kommt die Leere.

Meist werden wir in unserer turbulentesten Lebensphase seßhaft - bauen Häuser, kaufen Wohnungen oder mieten Großartiges. Und diese Entscheidungen fordern zusätzliche Power ein, die zum größten Teil längst dem anhaltenden Schlafentzug anheim gefallen ist. Aber was sein muß, muß sein. Augen zu (und wie gerne täte man das anschließend einmal) und durch!

 

Man kann es nicht wissen, außer man hat es tun müssen. Denn nun beginnt ein Entscheidungsmarathon (schon allein der Beleuchtungs-katalog verdient diese Einordnung), wird so schnell nicht enden - und wenn, dann mit ungewissem Ausgang.

 

Das dabei Entbehrliches - wie ein (Wohn)Konzept, eine gute Badplanung, eine sehr gute Küchenplanung, die Farbgestaltung, selbst die Lichtplanung (und die ist, ebenso wie die Badplanung, äußerst schwer nachzujustieren) - auf der Strecke bleibt, ist nur natürlich.

 

Doch die Gedanken lohnen sich. Denn mit einem "Gestaltungsrahmen" fallen Entscheidungen wesentlich leichter. Es steht einfach nicht mehr die GESAMTE Bandbreite zur Auswahl, nein, frau kann nun bei Pinterest mit effektiven Schlagworten die internationale Recherche beginnen. Außerdem ist es sicherlich von Vorteil, die manchmal recht unterschiedlichen Geschmäcker innerhalb einer Familie, auf einen gesunden gemeinsamen Nenner zu bringen. So weiß jeder, was er bekommt und was nicht.


SchönerWohnen bei Familie Z. | Teil1

MODUL 2   SCHÖNER WOHNEN

 

KONZEPTION / RAUMPLANUNG | FARBGESTALTUNG | INTERIORDESIGN

Der Anfang.

Am Anfang steht das neue Haus. Endlich vollbracht. Fertig. Sowas von fertig.

 

Der Entscheidungen überdrüssig, der Nerven beraubt, bleibt nun keine Muse oder Kraft für das, was eigentlich Spaß macht - die Gestaltung und Einrichtung des neuen Heimes. Lediglich der Platz für vorhandene oder neue Möbel wurde festgelegt.

 

Außerdem bestand Uneinigkeit mit dem: Wer?, Wie?, Was?, Womit? und Wohin?


Aufgabe1: Analyse.

Herausfinden wer was mag, möchte und welche Kompromisse funktionieren würden.

 

Aufgabe2: Konzeption.

Raumstrukturen schaffen, ein Farbkonzept erstellen, Bestandsmöbel einbinden, frische Möbel-, Leuchten- und Accessoirevorschläge erarbeiten.

 

Aufgabe3: Überwachung der Ausführung.


das Konzept.

Entstanden ist ein nordisch-helles Farb- und Interiorkonzept, welches mit Designklassikern, ein paar Midcentury-Möbeln und Modernem Design kombiniert wird.

Sich wiederholende Blau- und Grautöne, zarte Pastellfarben und schlichtes Weiß an Wänden und in Accessoires halten alles zusammen. Um Gemütlichkeit zu vermitteln werden warme Holztöne eingesetzt.

Phase 1.

Zentraler Punkt der ersten Veränderungsphase ist der Flurbereich im EG, im OG sowie der Treppenaufgang. Außerdem das Gästezimmer und das Schlafzimmer.

Das Willkommen.

Von außen erscheint das Haus mit weißer Putzfassade und hellen blaugrauen Fenster-rahmen klar und hell.

 

Um dem Besucher mit einem sanften Übergang von Außen ins Innen zu holen, habe ich im Windfang einen hellen Blauton gewählt. Die Graue Wand hinter der Garderobe vermittelt bereits in den Hauptflur. Außerdem verträgt sie den steten Klamottenwechsel besser und läßt die Kugeln der "Hang it all" (Vitra) noch bunter strahlen. Ergänzt wird der Garderobenbereich mit einem passgenauen Holzablage/Sitzbrett, einer Kleiderstange sowie einer kleinen filligranen Ablage - beides ebenfalls aus Eiche.

der Flur.

Der Flur erhielt als Willkommensgruß einen grauen Baumwollteppich mit Holztischchen darauf, für immer frische Blumen.

Als Hommage an drei große, alte Birken, die vor dem Bau des Hauses auf dem Grundstück wuchsen, "stehen" nun einige junge Birken in Form einer 5 m hohen schwarz-weißen Fototapete im Flur. Somit vermittelt nicht nur die dunkle rot-braune Treppe zwischen unten und oben.

Der steingraue Ton an der Wand hüllt den Besucher wohlig ein und läßt ihn ankommen. Außerdem bekommt die Treppe nun einen absolut edlen Look. Und die weißen Landhaustüren  und die Birkenstämme strahlen. Die "Dots" (Muuto) im Hintergrund sind Dekorationsobjekt und Nutzgegenstand gleichermaßen - für z.B. mal viele Gäste.

 

Die Leuchten im unteren Flur sind unaufgeregt-zurückhaltend, blendfrei und trotzdem hell.

Die Galerie.

Im oberen großzügigen und lichten Flur- und Galeriebereich schmückt die Wände ein helles weiches Grau.

Des Weiteren wünschten sich die Hausherren im Treppenauge einen Kronleuchter. Die moderne Interpretation von Pani Jurek - die Pendelleuchte "Maria SC" - überzeugt nicht nur mit einem interessanten Lichtspiel. Die Glasröhrchen des Leuchters und die Längsstreben des Treppengeländer gehen dabei eine glückliche Partnerschaft ein. Außerdem nimmt sich die Leuchte ausreichend vor dem Birkenmotiv zurück und ist dennoch präsent.

 

Der blau-graue Sessel lädt zum Verweilen ein und wird von der kleineren Ausgabe des grauen Baumwollteppichs (von unten) unterstützt.

Das Schlafzimmer.

Der Wunsch? Gemütlichkeit & noch mehr Gemütlichkeit. Femininer durfte es ebenfalls  sein - also "Wolken in Rosé".

 

Nun schaffen der altrosafarbene Sessel, ein großer runder weicher Teppich, leichte lichte Gardinen, die große Kugelleuchte, farblich passende Bettwäsche und die Wandfarben Rosé und Grau eine absolut ruhige und entspannende Atmosphäre.

Vorher.